7 Tage Trekking

17 02 2010

Nach El Calafate und den riesigen Eismassen und dem ganzen Turiprogram wider „Back to the Roots“.

Also ab ins benachbarte Chile in den Park „Torres del Paine“ er gilt als schoenster Abschnitt der Anden, obwohl das finde ich eine ziemlich muetige Behaubtung.

Als ausgangs Punkt gilt Puerto Natales, wo ich „das Hostel“ schlechthin finde. Es gibt einen Gruenapfall, Rucksecke und Taschen zum einkaufen (damits keine Plastiktueten braucht) Infos und Equitmend.

Ich habe eigendlich alles dabei bis auf ein Zellt und den Rest brauch ich nicht. Dennoch Riesen Panikmacherei, finde ich! Und es gaebe da eine Infoveranstalltung, ich solle die doch besuchen. Es sind haubtsaechlich infos fuer Anfaenger zu Equitment und wie man es anwendet. Dan auch ueber den Park und das Klima, ich weis das das Wetter hier ist wie eine Frau in den Wechseljahren und von einem Moment auf den andern sich aendern kann, das wird bestaetigt und Unterstrichen.

Die Meisten machen ein „W“ foermige Route im Park in 3 Tagen. Ich entscheide mich fuer die Ganze Route also einem „O“ gleich, da sind auch weniger leute 😉

Ich Reduziere meine Ausruestung auf ein Minimum und komme trozdem auf einige Kilos mit Zelt, Kleidern, Schlafsack, Essen fuer 8 Tage usw.

Am ersten Tag habe ich 10 Stunden Reine Marschzeit, lege 30 Km Luftlinie zueruck und kampfe mit Gegenwind bis 80 Kmh. Und als wahre das nicht genug muss ich durch Knoecheltiefes Moor einige hundert Meter wahten. Aber die Natuer entschaedigt fuer alle Strapazen so schoen ist es hier. Ich Koche Wasser fuer eine Suppe (aus gewichts Gruenden gibts die nachsten tage nur Suppe, jeder der mich kennt weis wie gerne ich suppe habe) und stelle mein Zelt auf und Penne.

Tag zwei gemuetliches Fruehstuck im Sonnenschein. Heute nehme ich es gemuetlich nur ein 4 Stundiger aufstieg um Fit zu sein fuer den Pas Morgen. Nach dem ich mein Zelt aufgeschlagen habe fangt es an zu Pissen/ Schneeien und wird 2 Tage anhallten. In der Nacht muss ich mein Zelt Trockenhallten mit Mikrofasertuch und viel Geduld. Das Zelt ist nicht ganz dicht und diese Winde bringen Wasser in jede Rize. Denoch ist ein Teil meiner Ausruestung am Morgen nass.

Tag Drei Alles einpaken und im groesten Scheiss Wetter richtung Pas. Nach kurzer zeit Frage ich mich wo „ist der Weg“. Die Wege wurden zu Baechen und wo keine Steine sind seufst du bis mitte Unterschenkel im Morast ein. Ich Laufe wirklich in Bachen, Bachwandern Traeffe es wohl eher. Nach einiger Zeit begegnen mir ein Duzend Kameraden sie waren beim Pas und sagen es sei unmoeglich man sehe die  Wegmarkierungen nicht mehr und der Wind sei zu Stark. Zu gefaerlich meinen sie.  Sie Machen einen Erfahrenen eindruck und ich glaube ihnen, denoch will ich mir mein eigenes Bild der Lage machen. Die Patagonischenwinde spuere ich mit voller Prutalitaet mit ca. 120 Kmh Peitscht mir der Schnee Waagrecht ins Gesicht. Als es dann direckt hinnter mir 10 Meter runter in einen Wilden Bergfluss get und ich mich mit ganzem Gewicht gegen den Wind Stemmen und nicht sagen kann wo ich mein Fuss aufsetze werde. Muss ich eingestehen das es zu gefaerlich ist, zumal ich aleine bin. Fluchend Mache ich mich auf den Rueckweg. Inzwischen ist praktisch mein ganzes Matrial komplet nass. Feuern ist hier verboten und die Chancen waehren jetzt auch schlecht zum glueck hats eine Schutzhuette mit Ofen. Um den sich alle die durchnesten Genosen tummeln und ihr Matrial zu Trocknen versuchen. Die Huette besteht nur aus Wllblech und hat mehr Luecken als Blech, die Waerme ist also nicht von langer Dauer. Nasses Holz wird auf den Ofen (Alte Oelfass mit Rohr) gelegt damit es Trocknen kann und eingefeuert wie die Weltmeister. Alle mit Kleidungsstucken in der Hand wie Pinguine stehen sie nebeneinander und freuen sich wie doff ueber die Waerme. Es Qualmt wie bloed und mir wirds zu heiss, in dem Moment wo ich mich entfernen will fangts explosionsartig an zu Brennen. Ich wie weg. Reagiere. Suche Wasser, bovor ich weis wie mir geschied bin ich aus der Huette entreise einem eine Flasche mit Wasser bin wider drin und gebe sie weitter um zu Loeschen. Kurze aufregung, der rauch verzieht sich, weitter gehts.

Tag Vier mache mich auf den Rueckweg da mir in den kommenden tagen  der Pas nicht Pasierpar erscheint. Nach dem Abstieg entlich wider Mal richtig Waschen mit Kaltem Gletscherwasser. Und natuerlich wider Suppe 🙁

Tag Fuenf Zurueck durch das Moor und diesmal habe ich Rueckenwind, manchmal so Sark das ich den Berg hoch rene ohne das ich es will. Die Windbohen sind so stark das sie aus einem See Wasser aufnehmen und 20-30 Meter weiter hinnten Runterregnen lassen, extrem habe ich noch nie gesehen. Das einzige was meine Ohren gegen diese Winde Richtig schuetzen kann sind meine Fetten Kopfhoere und mit Musik leuft sich auch wie von aleine.

Tag Sechs heute stehen 8 Stunden Marschieren auf dem Programm der Aufstieg gegen den Schluss ist dan die lezte Herausvorderung. Was sich hier so rumdrueckt! Die Beste und Teuerste Ausruestung aber die meisten sind Sowas von ungeschikt und Langsam jeder „Zueghuesler“ isch schneller. Und Natuerlich alles Montiert das auch jeder siet was fuer tolles zeugs man hat. Die haben zum teil echt keine Ahnung. Angekommen gehts dan auch bald ins Nest.

Tag Sieben 05.00 uhr Tagwache: Zelt bleibt stehen und nur das noetigste kommt mit. Ich Steige mit Taschenlampe 500 Meter auf, auf einen Berg von dem ich den Sonnenaufgang sehen kann. Oben angekommen Wasser aufsetzen, Trockne Kleidung anziehen, Schlafsack und Maetteli Rausnehmen, I Pod mit gutem Sound auf. So size ich da im warmen Schlafsack mitner heissen Schokolade in der Hand und warte auf den Sonneaufgang. Ihr haetted die neidischen Blicke sehen sollen von anderen die sich das Spektakel auch nicht entgehen lassen wollten und nassdurschwitzt bald im Schneegestoeber anfingen zu Freieren und zu Zittern. Dan 06.42 Uhr ist es soweit vor mir brennt der Himmel und die Sonne geht auf, hinter mir die Torres del Pine in Rotem licht, fast Kitschig, athemberaubend schoen. Mein hoehe punkt der sieben Tage und Kroender Abschluss.

„Go out with a Boom“



Pferdesteak mal anders

16 02 2010

San Martin de los Andes, Neuquen

Mal wieder ein kurzes Lebenszeichen (a all wo denkt hend “ jetzt haetsen endlich butzt“ -> champagnerflaesche wieder chuelstelle)

Es hat uns nach San Martin de los Andes verschlagen, die Schweiz schlechthin. die Haueser hier sind noch schoener; auf jedenfall aber zahlreicher als bei uns. Sehr viele, komplizierte (teilweise statisch recht fragwuerdige) Holzbauten. Hier gaebe es arbeit zuhauf…mal sehen…

Auf jedenfall nach einer fehlgeschlagenen Kajakfahrt (mit viel Wellengang) haben wir uns entschieden doch noch einmal Pferdereiten gehen (an alle die jetzt. „uuuuh“ machen: Dies hat in Argentinien tradition und ist nicht so ueberstilisiert und vermarktet wie bei uns)…Auf jedenfall eine Interessante Erfahrung, auch wenn Mutti immer gesagt hat, dass man mit dem Essen nicht spielen soll.
Ein Paar Stunden spaeter dann mit aufgerauhten O-Beinen bei der Infanterie…naja war schon mal interessant, va. weil meines das groesste futuristische Steak war und ich so mal auf andere runterschauen konnte.Foto folgt.

Morgen wollen wir zeitig aufstehen und richtung norden in die Thermen gehen. bis denne!

lg diego

Ghettogaucho mitem Rieseross (jedefalls fuer mini Verhaeltnis)

Ghettogaucho mitem Rieseross (jedefalls fuer mini Verhaeltnis)



Von Pingu und Keiko

3 02 2010
Peninsula Valdes, eine riesige Halbinsel im Osten Argentiniens. Heimat von Pinguinen, Laufvoegeln, Schafen, Lamas, Seeelfanten und in Kuestennaehe von diversen Walarten.
 
Diego und ich pflanzten unser Zelt in den Campingplatz von Puerto Piramides im Westen der Halbinsel. Von da aus brachen wir tagsdarauf zu Inselrundfahrt auf.  Nach einer Fahrt ueber Strassen die stark an jene im Hindukusch erinnerten, vorbei an riesigen Salzseen, Lama- und Schaafherden, erreichten wir die suedoestliche Spitze der Halbinsel – Punta Delgada. Ausgebootet und bereit ein Paar Fotos zu knipsen, fegete der Wind an der Klippe dermassen, dass erstmal eine Tenueanpassung faellig war. Mit Windstopper liessen sich dann auch ein paar Fotos von den Seelefanten und dem atemberaubenden Panorama scheissen ohne Erfriegserscheinungen zu provozieren.
Nach ca. 50 Kilometer Rallye Richtung Norden, absolvierten wir zu Fuss bei Punta Cantor einen Rundkurs mit diversen Infos ueber die Flora und Fauna der Region. Viele Fotos und ein Aufreger über die viel zu weit entfernten Pinguine spaeter, ging die stossdaempfermaltretierende Fahrt weiter Richtung Norden. Nach ein paar Momenten erreichten wir einen Aussichtspunkt, an welchem die Pinguine bis zum Zaun watscheln konnten. Perfekter Augenblick um ein Paar Fotos von Pingus entfernten Verwandten zu schiessen. Da wir nicht wussten wie man Pinguinfleisch zubereitet, gschweige denn wie es schmeckt und wir uns erst noch in einem Naturschutzgebiet aufhielten, haben wir es vorgezogen unser Training fuer die naechste Rallye Paris-Dakar fortzusetzen, anstatt einem flugunfaehigen Vogel den Hals umzudrehen.
An der noerdlichsten Spitze, der Punata Norte hofften wir ein Paar von Keikos Artgenossen, den Orcas zu begegnen. Leider, sagte uns einer der Parkranger, sei es purer Zufall wenn sich ein Orca blicken laesst. Zu unserem Trost gab es eine Nasevoll ueblriechenden Seeelfantenduft, ein paar Fotos von jenem Getier und von den verwirrten Guerteltieren welche auf dem Parkplatz herumluemmelten.
 
Aktuell sitzen wir in Gaiman, ein Kaff gegruendet von den ersten Pionieren, welche unseres Erachtens einfach zu faul waren weiter zu latschen und sich an einem schoenen Ort niederzulassen.
 
Gruesse und solche Sachen
Marco


Chubut

2 02 2010

Chubut ein Traum…

Esquel eine freuntliche 1906 von walisischen Siedlern gegruendete Kreisstadt. In der nahe der Parque Nacional Los Alerces, benannt nach dem gleichnamigen Baum. Diese Alerces (alerce, Fitzroya cupressoides) ist die zweit aelteste Baumart der Welt im Park stehen exeplare die 4000 Jahre auf dem Bugel haben. Zu denen ist der Zutritt aber verwehrt, ich konnte aber 2600 Jaeriges exemplar bestaunen mit einem Durchmesser von ca. 2,2 Meter und einer hohe von 57 Metern. Mich als Schriner erfullt dieser gigantische Baum mit erfurcht, wen man bedenkt das dieser Baum nur 1mm pro jahr an durchmesser gewinnt. Ich habe dann am Ufer Schwemmholz dieses Baumes gefunden, gleichmesigeres und Feinjaerigeres Holz habe ich noch nie gesehen. Das leicht zubearbeitende und doch harte Holz, wird hauptsaechlich im Instrumentenbau verwendet. Der Park ist mit 2600 Quadrat Km etlichen Flussen und Sehen in verschiedenen „Begegnungszohnen“ eingeteilt und einfach nur wunder schoeen.

Mehr per zufall erfahre ich das ein „Fiesta Regional del Ternero Cordillerano“ in der nahe ist und ich beschliesse hin zu gehen. Alles nur Leute von Hier keine Touristen „ein Gringo unter lauter Gauchos.“ Alle sind auch Angezogen wie Gautchos Frauen wie auch Maenner und schauen dem Specktakel von ihren Pick-ups oder Klappstuelen zu. Eine Herde Kuhe wird in der Arena freigelassen ein haufen wilder Gauchos zu Fuss und zu Ross mit Lasos haben die Aufgabe in 10 Min alle unter Konntrolle zu brinngen. Wie die wilden stuermen sie auf die Kuehe zu mit den Lasos wird die eine oder andere Gefangen, die anderen „Stolpern“ ueber einander. Mit Starken Griffen in die Nassenlocher und Knicken des Schwanzes wird die Kuh unter Kontrolle gehallten. Oder die Gauchos werfen sich auf die zufallgebrachten und oder hallten sie mit mehreren Lassos fest, „Ziel ereicht..!“

Danach wirds wirklich Spannend, Pferde mit Verbundenen Augen (zur Beruigung) werden an einen Pfahl gebracht und festgehallten und sie werden mit einer Art Sattel bestuckt. Dann Schwingt sich ein Goucho auf das Ross augenbinde wird entfernt hinnter disem Ross Steht ein Reitter mit Peitsche gleichzeitig mit dem Peitschenhieb wird das Pferd vom Posten losgelassen. Der Gaucho auf dem Wildgewordenen Gaul gibt alles und Peitscht bis ihn das Pferd abwirft oder die Glocke erklinkt und ihn der andere Reiter zu sich aufs Pferd holt. An zwei Pfosten wird abwechslugsweise dieser Wetkampf zwischen Mann und Tier ausgetragen. Fuenf Meter neben mir die Ambulanz, die ploetzlich ohne grund mit Signallicht davon fahrt, drei Sanitaeter ohne Sanbare oder Medizinische ausrustung bleiben zurueck. Ich denke nur wen jetzt etwas pasiert! Und Promt der Reiter der Sein Pfert so richtig zu hochst Sprungen und Kruemungen zu meiner Freude, da ich gewillt bin ein par Fotos zu schiessen; knallt es voll auf den Kopf. Er hat sich verhedert und kommt vom Pfert nicht mehr los immer wieder und immer wider Schlegt er am Boden auf. Bis er dan noch einige Meter mitgeschleift wird befor er dann Bewegungslos liegen bleibt. Die Helfer Stuermen zu ihm, die Sanitaeter kniehen ratlos neben ihm, alle rufen wuetend „wo ist die Ambulanz“. Ich kann dieser Inkompetenz nicht mehr zuschauen und hole mir ein Choripan, wo ich zurueck komme leigt er immer noch Bewegungslos da, spaeter dann kommt dan entlich die Ambulanz. Fuer mich typisch und stellvetretend fuer einges hier. Am Abend erzaehle ich dan geschockt im Hostel was ich erlebt habe, am speten Abend dann kann mich eine Frau aus Entrerios bruigen, der man lebt anscheinend noch…

Ende gut alles gut…

DR. Bertolino



Zuerich – Las Grutas

1 02 2010

Zuerich – Las Grutas  (von Gastautor Marco 😀 )

Hello Fellas, lange Zeit blieb mir die Möglichkeit verwehrt einen Eintrag fuer den Blog zu verfassen. Damit mir dies jedoch einfacher fällt, schreibe ich alles in Hochdeutsch weniger Z und Umlaute.

Nun, nachdem Njazi und Martin so frei waren mich nach Kloten zu begleiten und sich von mir persönlich zu verabschieden, ging die lange Reise auch schon los. Die erste Etappe war ein 17 stuendiger Flug welcher sich dank Verspätung in Sao Paolo laenger hinzog als geplant. Der erste Teil des Fluges war recht angenehm, da die Swiss ein Gutes Unterhaltungsprogramm hat und ich eine 3er Reihe fuer mich alleine hatte, auf welcher ich den Umstaenden entsprechend gut gepennt habe. Nach den ersten 12 Stunden Flug irrte ich ein bisschen durch den Flughafen von Soa Paolo, da es in brasilianischen Flughaefen wohl zum guten Ton gehoert kurz vor Abflug noch das Gate zu aendern und auf dem Boarding Pass auch nochmal ein anderes Gate zu verzeichnen. Auf der Gangway sah ich dann sogar wie mein Gepaeck schon bereit war um in den Flieger verladen zu werden, von da an konnte nichts mehr schief gehen und der zwei stuendige Flueg in der argentinischen Klapperkiste war ein Klacks!
In Buenos Aires gelandet, schnell die Einreisepapiere ausgefuellt, Passkontrolle passiert, Gepaeck geschnappt, Diego umarmt und raus aus dem Verkehrschaos! Nachdem ich mich von der Reise ein bisschen erholt hatte, konnte ich die ganze Region welche wir duchreisten auf mich wirken lassen. Was einem sofort auffaellt ist das mangelnde Bewusstsein fuer Ordnung und Sauberkeit, fuer uns Sagrotan-geschaendeten Schweizer erstmal gewoehnungsbeduerftig. Egal nach zwei Minuten und 36 Sekunden hatte auch ich mich daran gewoehnt und konnte mich aufs wesentliche konzentrieren, naemlich unseren Trip nach Sueden.

In Diegos Peugeot Partner sausten wir Richtung Lobos, unterwegs kauften wir das notwendige fuer unser Abendessen das Asado (Rindsrippen). Wir erreichten die Lagune von Lobos nach einer ca. 100 Kilometer langen Fahrt. Kaum am Campingplatz angekommen Zelt hingepflanzt und ab ins vermeindlich kuehle Nass, das Wasser war ca 30 Grad, von Abkühlung keine Spur. Ein bisschen durch den Schlick gewatet und so getan als waere es eine Abkuehlung , danach angefeuert und Asado auf den Grill geknallt. Frisch, froehlich feierten wir nach dem Abendessen meine Ankunft hier in Argentinien, was fuer Diego einige Nachwirkungen hatte. Fuer Details bei ihm melden.

Am Dienstag nach dem wir den BG3 erstellt hatten und alle eingebootet waren, legten wir eine laengere Etappe zurueck welche uns zuerst ins beschauliche Staedtchen Bolivar fuehrte und danach weiter nach Laguna Alsina. Die windgeplagte Lagune bot uns einen Vorgschmack das, was uns spaeter auf de Reise noch erwarten wuerde…

Viel Spektakel hielt Alsina fuer uns nicht bereit, deshalb reisten wir am Mittwoch nach Bahia Blanca, dort haben wir uns nach einer Herberge erkundigt um da zu naechtigen. Eigentlich war davor aber Sierra de la Ventana unser Ziel, leider war es nach Ankuft sehr ernuechternd zu erfahren, dass man hier bezahlen muss um auf einen Berg zu marschieren. Verstaendlicherweise war es uns zu wieder 60 Pesos zu berappen um einem Touristenfuehrer hinterher auf einen Berg zu trotten, so entschieden wir uns dafuer in die zuvor erwaehnte Stadt zu reisen.
Die Hafenstadt bot ein bisschen mehr als die Lagune mitten in der Einoede, aber da es unter der Woche war hielt sich auch hier das Unterhaltungsangebot in Grenzen.

Frisch gestaerkt traten wir die Fahrt zum Balneario El Condor an, ein Ferien Resort und Brutplatz fuer Loros (Papageienart) an der Atlantik Kueste und dem Rio Negro. Leider konnte meinem Wunsch einen Quad zu mieten und ueber die Duenen zu heizen nicht nachgekommen werden, da das noch nicht genug des Unmutes war verhoehnte mich Diego bei jedem Quad der an mir vorbeifuhr..
Waehrend wir mit der Karte des Resorts durch die gegend irrten sprach uns Marcos an, welcher am Abend an einem Hippie Stand im Flohmarkt oder so aehnlich arbeitete und dort Schmuck verkaufte, wir sollten doch mal vorbei schauen. Gesagt getan, besuchten wir ihn am Abend bei der Arbeit um mit ihm ein bisschen zu Quatschen und fuer den spaeteren Abend einen Treffpunkt auszumachen. Getroffen haben wir uns in einer Bar am Strand, wo ich voellig fasziniert und neidisch den Einheimischen bei ihren Taenzen zuasah. Unter den Umstaenden blieb uns nichts uebrig als uns dem Alkohol hinzugeben bis wir in die Disco torkeln konnten!
Baden im Meer war der Plan am naechsten Tag. Das Baden konnten wir bei dem Orkan der just dann aufkam, als wir den Strand erreicheten leider vergessen. Also ab zurueck zum Campingplatz, Sturmverspannung am Zelt anbringen, Tenue Tuareg montieren und wieder an den Strand. Ausgeruestet mit Langen Hosen, Windstopper, Brille und Tuch im Gesicht konnten wir den Orkan richtig geniessen und den Puls des Lebens spueren.
Nach einem weitern Abend in El Condor, ratterten wir weiter der Kueste entlang bis zu einer Seehund-Kolonie. Ein paar Fotos geschossen, uns ueber den graesslichen Gestank gewundert den die Tiere absonderten, ein paar Informationen ins Gerhirn gebrannt und weiter ging die wilde Fahrt nach las Grutas.

Las Grutas (die Grotten), Name ist hier Programm. An der Kueste spuelte das Meer viele kleine Grotten aus, welche man bei Ebbe betreten kann und bei Flut darin ersaufen kann.
Ein paar Kilometer von Las Grutas befindet sich die Felskueste Piera Colorada. Schoener Flecken Erde mit kleinen Krebsen, Muscheln und schoenen Felsformationen so weit das Auge reicht.

Allgemein waren die Gegenden welche wir bis jetzt durchreisten eher Karg und Einsam, ab und an sieht man einen Bauernhof der voellig verlassen in der Praerie rumsteht und man sich fragt was die Bewohner dazu veranlasst dahin zu ziehen… und halt die kleinen Steadte und Doerfer.

Gruessli mitem Fuessli
Marco
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Tuareg Demenzio

Tuareg Demenzio

Mister T vs. Orkan

Mister T vs. Orkan



Home, sweet home mr. lebowski

31 01 2010

Medanos, Entre Rios

Ziemlich auf der Fresse suche ich im flachen Delta-Einzugsgebiet des Rio Parana ein Stueck Land. Ich bin heute von San Javier, Sta Fe bis hierher gefahren und kann bald nicht mehr.

Doch alles was ich sehe ist die Route und topfebenes Grasland. Immerhin sieht man viele Wasservoegel hier, die im teilweise sumpfigen Gebiet fuer Abwechslung sorgen. Von der Route weg gibt es keine Abzweigungen, und die die es gibt werden von Zaeunen und deren toren durchbrochen…Ich will nicht unbedingt auf fremden Land ohne zu fragen campieren, doch es scheint, als bleibe mir keine andere Moeglichkeit.

Ploetzlich komme ich an ein paar Hauesern vorbei, ich halte an und rede mit den Leuten die Mate-trinkend (wie koennte es auch anders sein) draussen sitzen.

-Nein, hier gibts nichts, kein Camping, kein Hotel. 80km weiter ist ein Dorf, da hats eine Herberge (nicht nooooch  mal 80km bitte)

– und jemand der mich auf seinem Stueck land uebernachten lassen koennte?
usw usw… Es stellt sich heraus, dass der Mann „Gmeindsmuni“ (Buergermeister) von Medanos ist (Medanos bedeutet Sandduene, wo bitte hats hier Sand? und etwas anderes als Ebene???). Nach ein wenig hin und herreden laesst er mich in der Sala Comunitaria (Gemeindesaal) uebernachten. Full Geil!

Zwischen den Metalltragern spanne ich meine Haengematte auf, im doch recht abgefuckten „Gemeindesaal“ darf ich mich waschen und das Klo benutzen.Schnell kaufe ich noch in einem Laden ein und esse neben dem Auto. Uuuuuunglaublich die Blicke der Leute!!! Medanos ein 800 Seelen- Kaff im sumpfigen Nirgendwo (woher zum Geier leben die?), sehen einen doch recht deplazierten Gringo vor IHREM Gemeindesaal, im Klappstuhl sitzend und essend; als ob es sein eigenes Haus waehre… echt zum Schreien!!!

Leider machen mich die vielen Moskitos fertig, sodass ich schnellstens im Moskitonetz zuflucht suche und schlafen gehe. Recht ruhig schlafe ich allerdings nicht, da das Auto auf der anderen Seite parkiert ist… Naja, um 0400 stehe ich auf, um die Reise nach Buenos Aires, Ezeiza, anzutreten und meinen werten Freund Marco abzuholen.

Buenos Aires stellt sich denn prompt auch als Ghetto pur (und nein ich fuehle mich da nicht wohl, auch wenns so toent). Flughafen auf der Autobahn angeschrieben? Denkste….Hin und her Kurve ich. Statt wichtige Dinge zu markieren sind bei Abzweigern irgendwelche Strassennamen angeschrieben….GRMBL. Die Leute die ich frage helfen mir zwar sehr freundlich, doch meine Laune bessert sich dadurch nur kurz. Zu allem Uebel speckt mein Portemonnaie recht ab, da es die Faktoren Roadpricing und Odyssee zu spueren bekommt.

Zu guter Letzt schaffe ich es dann doch viel zu frueh zum Flughafen und werde noch einmal bei der Parkgebuehr gemolken. Als Marco dann gut angekommen ist, ab durch die Mitte, weg von dieser alles verschlingenden Metropole. (Alle Wege fuehren nach Buenos Aires haette besser gepasst)

lg diego


Mein Zuhause vorn...

Mein Zuhause vorn...

und hinten...:D

und hinten...:D



—Uebernamen gesucht—

31 01 2010

Das Problem liegt nahe:
In der Schweiz ist „Diego“ ein Super-name. Hier in Argentinien sieht die Realitaet leider anders aus. Bei „Diego“ drehen sich 4 Leute gleichzeitig um. Das bin ich mir absolut nicht gewohnt und finde ich nervig. Da ich leider auch keinen zweiten Namen habe, hier ein AUFRUF:

Ich brauche einen Uebernamen, der mit der Schweiz oder besser mit mir zu tun hat. Er sollte kurz und auch geschrieben fuer Suedamerikaner richtig aussprechbar sein (bachenbuelach wuerde hier „batschenbulatsch“ ausgesprochen; also keine „sch“, „ch“, umlaute oder aehnliches)

Und gleich vorweg: „Vollmongo“ ist zu lang und „Sexgott“ zu gelinde 😀
Starke Vorreiter sind:
-Ghetto (in Ahnlehnung an meine Faehigkeit Ordnung zu halten)

Urheber: M.Doessegger

-Demenzio (naja, ethymologisch von „Demenz“)

Urheber: M.Doessegger

Bitte um gute Posts;
LG Diego



3 Taegigi Huete Wanderig

29 01 2010

Neuquen de Hauptstadt vode glichnamige Provinz, isch Langeweile pur! Usser me doerfli chli usserhalb wo de groest Dino vor welt chasch aluge chasch nued mache (seit au s turribuero). Und das ide Richste Provinz vo Argentinie, haupsaechlich risigi  Oel und Gas vorkomme.

Den halt schneller als Planed endlich „El Bolson“ hauptstadt vo de Hippis in Argentinie.  Woni den a cho bi zerst mol Enduescht, natur wunderbar d Stadt aber Beeeee nued schoens. Denoch en Megnet fuer alli Argentinische Rucksacktouriste und vo dene heds jede menge. Die meiste Alternativ igstellti lued die andere Lievestyle Hippis. Nach langer und zeecher suchi nach me Hostel dank de Hilf vome wwoofer us Kanada doch no fuendig worde. Er hed mir den au verzellt dases do in Patagonie fuers wwoofe (Arbeiten fuer choscht und Logie)  regelchechti warte listene git und ca. 3 Wuche wartisch und das, dass Praktisch usnahmslos „Uslender“ sin also uf Englisch gred wird)

Vo afang ah isch fuer mich klar gsi das ich die Berge do usicher mach d frog isch nur gsi wie und wo. Es hed den au sini ziit brucht bis ich zu entsprechende Informatione cho bin und alles Organisiert han. D Usrustig het au muesse Optimiert und Apasst werde, dos eifach kei Spass macht mit allem blunder go Wandere, ha den au s unbenoetigte choene deponiere. 1000 hohemetter und 15 km pro tag sind nid grad en Spaziergang und glich chasches gmuetlich neh und die unberuerti natur uf dich wircke loh. D Huedene sind richtig Urchig, alles irgentwie zemme Zimmeret mit markantem Rundholz; nume Gmuetlich. Mini erst wuerkli warm duschi ohni muesami chalti unterbruch bechumi au do. Holzoefeli, wassertank, Fuehr; „Wasser marsch“ 😉 Und nid nur mini duschi isch eifach, gut und selbergmacht gsi. Sondern au mis Triumpfbier selberbraut, Brot selber Bache und s Lammfleich woni im Teller gha ha; hinder de huete isch s Faeli ufgspanned. ESO PARA MI ES VIVO : )  Aso d Hippis findsch nur ide Stadt wen de Kunsthandwerkmarkt isch, ansonste hen die sich alli gmuedlich um d Stadt ume agsidled (Die meiste intelektuelle vom grossrum Buenos Aires und „Usslender“). Am letschde tag bim Abstig heds den no so richtig Pissed, bi klatsch nass bis uf unterhosse gsi. Aber einiges besser, wie die Stedter wo nach mir dreckig vo obe bis unde irgendwie mit ihrne Turnschueli ohni Profil, de Berg abe drohled sind 😉

Alli Erwartige meh as uebertroffe…!

Dr. Bertolino



Argentinsche Spezialitaeten

27 01 2010

Argentinie isch jo bekannt fuer fleisch vorallem guts Rindfleisch, und das wird au bi jeder glegeheit in huelle und fuelle gesse.

Die typisch Argentinischi Parrilla (Grill) gits nid. Regional unterscheidet sich das es bizeli. Eis model isch dasmer zerst dut Fuere und den mitem Verstellbare Gill die gwuensti Hitz sucht (eher Schmali Parrilla). Inere Breite Parrilla wir uf de sitte ime Metalgstel gfuered d Glut gheit den abe und wird den undere Fixe ide hoechi nid ferstellbare gril verteilt. Oder merfuered eifach ganz normal nebe bi und fuert immer wider fruschi glut zu. Den gits do no en variation mit me licht Schrege Grill vo aso vo hinde bis vorne liecht gfell hed und so Temperatur Reguliert wird.

De Asado (Grilliere) wird do zelebriert und isch in Maenerhand, dass got ueber stunde s fleisch wird ganz langsam gart. Ide zwuesche ziit wird Blauderd en Mate (Nationalgetrenk, Tee us blaetter vom Yerba Baum) oder en Terere (au mit Yerba wie Mate, aber kalt mit Iss und Limone oder mit verschidne Limonadene) drunke, Bier got natuerli au 😉

Do ide hostel chunt ab und zu eine wod dich gut verstosch mitem und frog di hesch gern Asado, “jo”, gut den simmer scho zwoi. Bis am obe bisch de meistens z 6-8 lued entweder gotme zeme go boschde oder eine koordiniert und seit dir was und wiefill selsch bringe. Es heist den immer “es sel an nued fehle kauf nur gnu” und au wed weisch das telfti au wuerd lenge chaufsch den halt glich die gwuenschti mengi. Es wird zum teil mit 1Kg Fleisch pro Person grechnet.

Costilla (Rippe) isch das Typische Asadofleisch wo in ca 5-8cm breiti, langi Streife gschnitte wird und den samt Knoche und Fetschicht uf  parrilla chunt oder uf en Spies. Dur fettschicht blibt s Fleisch schoen saftig, gwuerzt wird pracktisch nur mit vill salz und vilicht es bizeli Pfefer; anderi gwuerz wie Rosmarin, Thimian, Paprika sind eher selte. Nebst em Rippestuck werdet au d oberschenkel im Querschnitt zu schoen grosse Saftige Fleischstuck gschnitte (durch die fine durwachsige vo fett, isch au das Fleisch schoen Saftig). Es gitt au anders aln nur Rind, zb. Poulet das wird meistens halbiert ufe grill gleit

Wuerst die stoehn au ufem spiesplan, die “normal” wurst hed oebe d groesi vonere Servela und isch im aller witiste sin wiene Schiensbrotwurst. Es gitt aber au villi Regionali wuerst und en Blutwurst die hani bis jetz ueberall gse aber die isch nid so Gustolino. Schwinigs gits natuerlich au aber usser Speck und Schinke chunt d Sau eher id wurst als ufe Grill.

Dezu gits meistens en gute Tropfe Rotwii; en teil Argentinier hend d agwohnheit de Rotwii kalt usem Chuelschrank z Trinke und den wir do mengisch au no mit iis noghulfe daser kalt blibt. Ich enthalte mich do ime komentar, andere laender andere sitten.

Mit wissbrot und wend gluck hesch no mitme salat wird den gesse…



Chile

22 01 2010

So mini letzti Etape Chile hani jetz den au hinder mir, vorerst.

Als Kroenende Apschluss hed Pucon doerfe diene; En chlieni vertreumtis Turri Stadt. Do im Chilenische Patagonie isch alles moegli alles vo sich en Abetuerhungrige wuenscht isch mach bar. Au d Prise sin dem entsprechend, Pucon gilt anschienend als Tuersti Stadt vo Chile.

Nid dases do usser de vile Vulkaen usgset wie bi eus heds au glichi Pflanze: Spietzwegerich, Johaniskraut, Koenigskerze, Fingerhuet, Disteln und viele mehr. Ich koent do irgentwo es Foto mache egal vo und was, me choents nid de Schwiiz oder Chile zueortne. Do sich extrem vieli Duetschi, Oestricher und Schwiizer do agsidlet hend bechunsch au alli die Spezialitente wie, Wurst, Brot, Kaes, Schoggi und s wasser chame au trinke. Acho und zerst mol gschockt vo dene Prise hed den glich no oebis ane muesse. Do es do sovili vuelkaen hed heds no einisch meh Thermalbaeder snechst bruchbare aber 35 Km entfernt. Um bar Mill Pesos z Spare und oebis vo de uemgebig z gse, fahri mitme Kindervelo ohni Funktionierendi Bremse und der gleichen vom Hostel Cheffe doert ane. Mitme wuenderbare bad den au belohnt, es hed verschideni Schwimmbeckene eis sogar mit satte 39 Grad zum Glueck au en Schmelzwasserfluss wome sich den Knipe measig chan ab chuele. Komischerwiss bini de einzi wo sich de Spass goent alli andere mide s kalte Wasser.

Nachem Rueckweg vo nomol 35Km bini fix und fertig und alles duet mer weh psunders de Arsch vo dem Supper Sattel.

En Tag am Gmuetliche Strand zur erholig lenged den au. En Nationalpark isch es par Km entfernt und per Glueck ferwuetschi den au no en usser Planmeasige buss, wo sagar uf mich wartet weli zerst ha muese gelt Organisiere. De Park eifach nume Schoen, es hed Beum mit duerchmesser vo meh as 2 Meter etlechi Fluessli und Seeli und erstreckt sich uf es ganzes Tall. Sibe kilometer hi und zrug und a jedem egge duetschi was natuerlich zu Scherze foermlich iladet (kei anig wiso die immer sgfuehl hend das si niemerz verstoht).

Sehr schoeni ziit do gsi wirdi nie vergesse und jetz bini uf die Argentinischi Site vo Patagonie Gspannt…

Dr. Bertolino