Home, sweet home mr. lebowski

31 01 2010

Medanos, Entre Rios

Ziemlich auf der Fresse suche ich im flachen Delta-Einzugsgebiet des Rio Parana ein Stueck Land. Ich bin heute von San Javier, Sta Fe bis hierher gefahren und kann bald nicht mehr.

Doch alles was ich sehe ist die Route und topfebenes Grasland. Immerhin sieht man viele Wasservoegel hier, die im teilweise sumpfigen Gebiet fuer Abwechslung sorgen. Von der Route weg gibt es keine Abzweigungen, und die die es gibt werden von Zaeunen und deren toren durchbrochen…Ich will nicht unbedingt auf fremden Land ohne zu fragen campieren, doch es scheint, als bleibe mir keine andere Moeglichkeit.

Ploetzlich komme ich an ein paar Hauesern vorbei, ich halte an und rede mit den Leuten die Mate-trinkend (wie koennte es auch anders sein) draussen sitzen.

-Nein, hier gibts nichts, kein Camping, kein Hotel. 80km weiter ist ein Dorf, da hats eine Herberge (nicht nooooch  mal 80km bitte)

– und jemand der mich auf seinem Stueck land uebernachten lassen koennte?
usw usw… Es stellt sich heraus, dass der Mann „Gmeindsmuni“ (Buergermeister) von Medanos ist (Medanos bedeutet Sandduene, wo bitte hats hier Sand? und etwas anderes als Ebene???). Nach ein wenig hin und herreden laesst er mich in der Sala Comunitaria (Gemeindesaal) uebernachten. Full Geil!

Zwischen den Metalltragern spanne ich meine Haengematte auf, im doch recht abgefuckten „Gemeindesaal“ darf ich mich waschen und das Klo benutzen.Schnell kaufe ich noch in einem Laden ein und esse neben dem Auto. Uuuuuunglaublich die Blicke der Leute!!! Medanos ein 800 Seelen- Kaff im sumpfigen Nirgendwo (woher zum Geier leben die?), sehen einen doch recht deplazierten Gringo vor IHREM Gemeindesaal, im Klappstuhl sitzend und essend; als ob es sein eigenes Haus waehre… echt zum Schreien!!!

Leider machen mich die vielen Moskitos fertig, sodass ich schnellstens im Moskitonetz zuflucht suche und schlafen gehe. Recht ruhig schlafe ich allerdings nicht, da das Auto auf der anderen Seite parkiert ist… Naja, um 0400 stehe ich auf, um die Reise nach Buenos Aires, Ezeiza, anzutreten und meinen werten Freund Marco abzuholen.

Buenos Aires stellt sich denn prompt auch als Ghetto pur (und nein ich fuehle mich da nicht wohl, auch wenns so toent). Flughafen auf der Autobahn angeschrieben? Denkste….Hin und her Kurve ich. Statt wichtige Dinge zu markieren sind bei Abzweigern irgendwelche Strassennamen angeschrieben….GRMBL. Die Leute die ich frage helfen mir zwar sehr freundlich, doch meine Laune bessert sich dadurch nur kurz. Zu allem Uebel speckt mein Portemonnaie recht ab, da es die Faktoren Roadpricing und Odyssee zu spueren bekommt.

Zu guter Letzt schaffe ich es dann doch viel zu frueh zum Flughafen und werde noch einmal bei der Parkgebuehr gemolken. Als Marco dann gut angekommen ist, ab durch die Mitte, weg von dieser alles verschlingenden Metropole. (Alle Wege fuehren nach Buenos Aires haette besser gepasst)

lg diego


Mein Zuhause vorn...

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und hinten...:D

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1 Antwort zu “Home, sweet home mr. lebowski”

  • Sibylle sagt:

    haha ganz geniali „huette“ wod da gha haesch 😉 findes recht bewundernswert, dass du eifach ueberall d’luet chasch ueberschnurre, dass „nach dinere pfiife tanzed“ wie mit underkunft, esse, uskunft etc 😉 scho recht so…!

    perito moreno isch imfall sau idruecklich xi; ich nimme a, dass du dir momentan wuersch wuensche, dass du so en iischlotz ide tuefgfrueri hetsch 😉

    hetsch doch xeit, dass uf Peninsula gasch, denn hettemer das villicht au irgendwie no choene inequetsche… tja zu spaet, aber seisch de (stinkende) seehuend und pingus en gruess 😉 (bin uebrigens in Bariloche ade Posada de „Trebol“ mitem velo verbiigfahre! (has natuerli gfoeteled 😛 )
    weisch scho ungefaehr wod am 6te bisch?

    Viel Spass eu allne wiiterhin!

    ps: ha gar noed gwuesst, dass no meh Schwiizer uf Argentinie ziesch 😉

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