Wurschte….jetzt aber echt!

2 08 2010

Oberá (Provinz Misiones)

Schon fast ein MUSS fuer mich, als Extrem-Wurstomator. Nach dem Genozid der Kaelber ist jetzt das wursten dran; mal nicht das wurschteln 😀

Bei meinem Cousin Enrique (welcher annodazumal seine Stifti in der Schweiz gemacht hat) darf ich mal ran. Fleisch wird zerteilt, nach gewissen Kriterien getrennt; Gewuerze und weitere Zutaten (Paprika, Zwiebeln gekocht oder roh, ) geschnitten.
Und ab in Blitz (so heisst das Teil glaub ich; also eine Art Schuessel, die sich dreht. Die Zugaben werden dann von rotierenden Klingen zerhackt (nach zwei Umdrehungen der Schuessel  ist die Paprika vom Fleisch nicht mehr zu unterscheiden. Das Ganze nennt man dann Braet.)

Das Braet wird alsbald in eine andere Maschine verlegt; Das Braet wird in einem Trichter angesogen und durch ein duennes Rohr (auf welchem Chefwurster Enrique schon denn Darm aufgepflanzt hat) ausgestossen. und in wenigen sekunden wird der Darm gefuellt und es sieht schon zum ersten mal recht wurschtig drein 😀

Je nach Wurst gibt es natuerlich teilweise modifizierte Arbeitsvorgaenge und total verschiedene Ingredienzen. So wird bleistiftsweise eine Cervelat geraeuchert (1-2h; nicht wie eine Raeucherwurst, welche sich viel laenger im Fumoir aufhaelt); eine Bratgnurscht wird nur im Wasser gebadet. (und aendert deswegen die Farbe von Rosa zu Weiss)

Das beste am Ganze ist natuerlich das degwurstieren. Und s‘ Geilste isch echt e Frischgmachti Wurst usem Heisswasserchessel (Isch nueme s’Glich wennsi scho bitzli im Lade glageret haet.). Presswurscht usem Chessel isch echt de ABSOLUTI Porno!!

Wuerscht mit gerauecherten Cervelats

Wuerscht mit gerauecherten Cervelats

Was sich natuerlich ziemlich muehsam zu Buche schlaegt, ist das Waschen, Putzen, Sterilisieren usw der ganzen Maschinen und Einrichtungen. Das wuermi aber tierisch aschisse.
Wenn ich einen Balken zersaegt habe, wird die Maschine eventuell mit Druckluft abgeblasen und denn aber weidli is Firabigbier. Noed da no lang go umemache…

Aber. Super erfahrig gsi.
Also macheds guet! Ihr Wuerschte da draussen 😉

Diego

PS: Ich vermisse eu scho…all die Landjaeger, Copas, Cervelats, Presswuerscht, Lyoner und BW’s….(Die Wurstwaren sind meistens besser bei Enrique als in der Schweiz…dank besserer Rohstoffe und willer halt G`haaschte isch)



Harmlose Tiere abschlachten…

2 08 2010

Obera und los Helechos (Provinz Misiones)

Meinen Selbstversorger- Fantasien komme ich heute wieder mal ein wenig naeher…und zwar mit systematischem Nachhelfen des natuerlichen Todes.
Kaelber werden eingekauft, gewogen und gerade verladen; dann werden die Tiere (7 Stueck an der Zahl) auf das Landgut meiner Gastfamilie verfrachtet.

Beim Eindunkeln (Im Dunkeln haben die Fliegen allem nach kei Bock um ihre Larven zu implantieren) wird losgelegt.
Die armen Viecher, deren Lebenslinie krass auf „Sensenmann treibt sein Unwesen“ steht, werden in einen hoelzernen Gang gefuehrt, abgeschotet und mit einem Genickstich getoetet (im besten Fall, denn das Tier wehrt sich und oft trifft der Schlachter nicht genau…). Danach wird dem nervlich totem Tier mit einem Herzstich den Garaus gemacht…Haette ich das Toeten uebernehmen muessen, haette ich wohl zuerst mit einer Waffe in den Nacken geschossen…aber ich chume ja eh noed drus 😀

Mingija, das „kccch“- Geraeusch, welches die Vereinigung von Messer und Nacken erzeugt hat mir noch am naechsten Tag zugesetzt; als ich im Internetkafi sass und mir meines Nackens nie sicher war….Sticht einer mit dem Messer zu und macht „kcch“. pfui, albtraum 😉

Uf jedefall. Die Leichen werden dann durch eine Luke aus dem Gang befoerdert und an denn Fuessen aufgehaengt. Dann werden die Beinsehnen durchgesaebelt und vom After her der Bauch aufgetrennt. Innereien entfernt und gesauebert. Das Fell abziehen (hat am meisten Spass gemacht) ist meist meine Aufgabe gewesen. Mit meinem selbstgefertigtem Messer (fuer welches ich zuerst! nur Hohn geerntet habe) wird das Leder vom Unterhautfett (glaubi jedefalls ;))  getrennt.
Zu guter letzt wird der Torso am Rueckgrat durchgesaegt. Da mir das am Besten gelingt, wird auch das zu meiner Aufgabe. Isch halt mal Fleisch und Chnoche statt Holz, so what?? 😀

Survival of the fittest...:/

Survival of the fittest...:/

Die Leiber werden aufgehaengt. Andere Aufgaben sind staendiges Waschen (von Blut, Inhalte von den verschiedenen Maegen und Daermen); Hirn mittels Schlauch aus Schaedel pumpen (An einem folgenden Tag gibt es dann Canneloni mit Hirnfuellung mit Sauce (eine davon suess); natuerlich muss ich das unbedingt probieren 😉 schmeckt gut.)

Nach einigen Stunden bringt Marta Sandwich de Lomito (eines der besten Stuecke der eben geschlachteten Tiere). HAMMER!
Irgendwann sind wir dann fertig mit schlachten, schnippeln, waschen usw. Statt der geplanten 3 Tieren haben wir alle 7 umgebracht…MULTIKILL…

Und ja, mir haben die Tiere irgendwie schon leid getan, aber eben…wer Fleisch ist…



Quicky- Asado in Corrientes

2 08 2010

Corrientes Capital (Provinz Corrientes)

Okay, ich bin wieder am Umwelt verpesten. Ich muss ein paar Dinge aus meiner Startprovinz Misiones holen, die ich beim gehen (damals war nicht geplant, dass ich ausschliesslich alleine unterwegs bin) dagelassen habe. Diverse Arbeitsutensilien, die mir jetzt, da ich arbeiten will (Usnahm in Argentinie :D) fehlen.
Mensaje an Rolo; dieser organisiert – als ich ein paar Stunden spaeter durch Resistencia cruise und verzweifelt die Scheiss-Bruecke ueber den Paraná suche (natuerlich weiss ich nur die Himmelsrichtung, alle Strassen die ich abfahre enden in der Sackgasse :s ) und schluuuuuussendlich in Corrientes ankomme, sitzen meine Studi-Freunde easypeasy auf der Strasse. Tisch wird rausgeholt, faule Sprueche en- masse geklopft und Asado mit Maniok und Salat kredenziert. TIIPTOP. Nachher natuerlich noch in Ausgang unter der Woche…Studis halt 😉

Outdoor- Asado mit Studis (natuerlich alkoholfrei)

Outdoor- Asado mit Studis (natuerlich alkoholfrei)