Operation: Rueckkehr

12 07 2011

Wie viellicht es paar scho gmerkt haend. es isch fertig lustig…ich bin zrugg dihei!

Waer sehr froh um HILF bide Resozialisierig. Melded eu! (a die wenige Seele, wo immerno ab und zue uf die gottverlasseni Siite gheied!)
Lg Ghetto



und fertig……..(?)

3 01 2011

Servus

Ich habe es trotz allen Widrigkeiten geschafft 1 brauchbares Foto hochzuladen. (Eine wahre Meisterleistung suedamerikanischer Technologie 😉 )

Nun moechte ich euch dieses eine Foto nicht vorenthalten. Es zeigt das geschindelte Haus (von einer Seite….die andere ist noch nicht fertig).
Leider habe ich mich mit dem Saeger zerstritten, so habe ich keine Ahnung, wann und ob das Haus fertiggestellt wird.

Sonst ist viel los hier 😉

Gruss. El Alpino

Es fehlt Schalung fuer die Waende; und Firstdetaile

Es fehlt Schalung fuer die Waende; und Firstdetaile



(holz)haeusle bauen…

17 11 2010

Mini Bude

Liebe luet, es isch wiederemal ziit fuer es update. Immernoch bin ich festgenagelt in Calera. Um mir die Zeit ein wenig zu vertreiben 😉 habe ich zu arbeiten angefangen. Ich habe wirklich nichts unversucht gelassen um eine Stelle als Zimmermann zu finden. Mit echt gut gemachtem Curriculum usw (Curriculum fuer auf den Bau? Unvorstellbar…), bin Architekten, Saegereien, Hausbaufirmen abgefahren….keine Chance.

Beim Moebelbauen in einer Lokalsaegerei  habe ich meine jetzigen Partner kennengelernt. Mit Lokalsaegerei meine ich, dass die zwei Jungs Saeger auf Baeume in der Stadt spezialisiert haben. Also nicht Baeume die in Waeldern gewachsen oder speziell gepflanzt worden sind. Wir reden von Baeumen in Gaerten, neben Haeusern oder Alleen. Das bedeutet, viele verschiedene Holzarten, teils recht verkrueppelter Wuchs (durch nachschneiden,  modifizieren….) und Normallaengen von 2-3m (geil fuer es Dach vo 4 uf 8m…) => Zusammengefasst: Impro- Holz

Da das ganze sehr viel Arbeit aber wenig Luetter abwirft, moechten Luis und Ricardo auch Haeuser (vor allem Wochenendhaeuser) anbieten. Da sie aber weder ausgebildet sind in Planung (hier generell ein Fremdwort), Konstruktion, Abbund usw haben, moechten wir das ganze Zusammen angehen. Das Projekt hat seine Vor und Nachteile.

Geil ist vor allem, dass ich, dadurch das ich mit einem Saegewerk arbeite, direkt das Holz bestellen kann (und nicht noch extra draufzahle; das heisst, das Material ist sehr guenstig und da kann ich extra Holz verbuttern fuer irgendwelche Fantasien; wie weiter unten noch deutlich wird 😉 )
Da ich leider schmerzlich erfahren musste, das ohne Vitamin B absolut gar nichts laueft (was wohl der Grund ist, das ich keine Stelle bekommen habe), muss ein Vorzeigehaus her.

Projekt angegangen, Plaene gebastelt und gib ihm. Schon mehr als zwei Monaten sind wir dran. Jeden Balken, jede Latte habe ich als Stamm gesehen (darum auch der Verzug). Alles gesaegt, gehobelt usw.

Ricardo und Luis sind supertypen. Manchmal muss ich mich jedoch durchsetzen, vor allem wenn es um rationelles Arbeiten geht.
In der Saegerei sind keine Boecke vorhanden, gewerkelt wird auf dem Boden oder irgendwo auf einem verkrueppelten Tisch oder auf zwei Staemmen (extra kippelig und nicht nivelliert auf etwa 30cm hoehe; schnitte mit der Fraese sind ja sonst nicht genug gefaehrlich…).

Also nehme ich mir einen Tag zeit, um Boecke herzustellen. Im Anschluss hobeln wir dann Eukalyptus- Bretter fuer den Boden. Wahrscheinlich sind es rund 400 Bretter, die mit abrichten, fuegen (rechtwinklige Kanten herstellen) und mehrmaliges Dicken- hobeln etwa  4 oder 5mal in die Haende genommen werden pro Brett. Also etwa 2000 Handgriffe. Natuerlich bauen wir die Stapel auf den Boecken auf. Ich frage Ricardo: “habt ihr nie so viel gehobelt fuer einen Boden oder so? “ – “ Doch” – “Ja und wo habt ihr jeweils die Bretter zwischen den Arbeitsschritten hingelegt?” – “Auf den Boden”…..Doch mol, ich buck mich ja gern 2000mal im Tag. De Firabig muss mer sich ja schliesslich verdiene. Noch schlimmer wirds bei Balken. Die legen alles auf den Boden (da waer ich in der CH getoetet worden) und heben jedes mal die schweren Baelken….

Auch bei anderen Sachen, vor allem was Wartung und Pflege der Werkzeug angeht, muss ich manchmal den Buenzli raushaengen (ihr wuessed ja wie guet mir die Rolle zuestaht).
Bevor eine Maschine nicht ganz im Arsch ist, wird schon mal gar nichts gemacht. Statt etwas repariert usw wird ziemlich rumfurwerkelt. Da koennte ich echt Seiten auflisten mit kaputten Griffen, Maschinen- Kabel die statt in die Erde verlegt, schnell schnell hingebauert werden und nachher kaputt gehen, sodass dann der Strom abgestellt werden muss und das ganze repariert werden muss. Teilwis halt scho es rechts gvoegel, aber ich moechte doch noch zum wesentlichen des Artikels gelangen.

Auf dem Dings, dass sich Fundament schreit (schon bestehend), nivelliere ich alte Baelken aus. Um den Boden aus Eukalyptus zu verlegen. sieht mit Politur echt geil aus. Roetlich schimmernd und materiell sehr teuer; mache denn no es Foti.

Mit dem Abbund (vorgaengiges Bearbeiten der Einzelnen Konstruktionsteilen) schlage ich mich sehr lange rum. Zum Glueck kann ich mich auf die Plaene (fuer welche ich mir echt Zeit genommen habe) verlassen. Da ich mit Hightech- Instrumenten #hust# namens Fuchsschwanz, Hammer und Stemmeisen arbeite (guet, e Fraese hani au no) zieht sich das ganze hin. Logischerweise sind alle Konstruktionsteile nach schweizerischer Tradition verbunden. Also Zapfen,  Schraege und Gerade Ueberblattungen und Schwalbenschwaenze muessen in muehseliger Handarbeit ausgearbeitet werden. Nach dem 150. Zapfen vergeht einem dann doch die romantische Vorstellung von Handarbeit mit Hammer und Stemmeisen 😉P1030751

Die ganzen Waende muessen schnellstmoeglich verbaut werden denn man hoert noch den Nachhall der Voegel (im Klartext: das Holz ist pflaetschnass). Somit verziehen sich die eh schon schiefausgehobelten Pfosten usw noch mehr.

Unglaublich aber wahr: Die zwei typischen Begleiter beim Aufrichten bleiben aus. Die waeren.

  1. Es pisst au wenns scho sit jeher noed gseicht haet,
  2. 2. Irgenden mist haesch falsch abbunde und sganze Puzzle laht sich noed zaemesetze.

P1030803Jo. Und jetzt bin ich dann auch mit dem Darch durch. Die 4 Kehlspaerren passen auch, der Rest ist Peanuts.
Um uns endgueltig denn Anstrich von Innovation und Einzigartigkeit zu geben, plane ich noch einen geschnitzten Bugpfosten mit ein. (Einschub: das Problem ist, dass wir ziemlich viel Konkurrenz haben in Cordoba. Diese spezialisieren (wemer das denn so naenne doerf) auf Bau von Wochenendhaueser. D.h. beispielsweise Blockbau…..und die Fugen der uebereinanderliegenden Staemme, die achtlos hingebauert werden, werden mit Polyuretanschaum gefuellt, SICHTBAR!!!)

Der Bugpfosten ueberragt das ganze restliche Dach (daher auch der Name; keine Ahnung obs da noch ein Fachbegriff giebt; leider sind diese Dinge bei uns, aus Kapitalgruenden Verschwunden)

P1030808

Somit schnipple ich eine gute Weile an einem Pfosten aus resistentem Holz rum. Faehrt schon noch in die Unterarme ein, auch wenn die kleinen Stechbeitel geschaerft sind…Bilder sagen mehr als worte…also:

So, ich mach mich wiederemal vom AcherP1030779P1030758. Versueche eu chli ufem laufende z’halte.

Ghetto

ps: ha leider kei ziit me zum schoen gstalte usw. isch alles wieder recht shitty. gruess vode technik



Mini Nomadejurte

9 09 2010
 

La Calera

In Misiones hani eeeendlich mal mini Ruecksitz usegruert und es gmuetlichs Zimmer igrichtet. Fuer all die wos interessiert, gits es Video (Kei Angst, kei XXX; sorry jungs aber die sind prepaid 😉 )

Bedingig: Wer luegt muess au Kommentar abgaeh 😉

 

video

PS: Min Kamerama haets chli zguet gmeint mit „churz“ halte und mer s‘ Outro abgschnitte ;).
Ah ja, wer find ich rede und laufe NOED wienen Jugo (special thx to mama & papa), de soell das natuerlich auno kommentiere, und fuer alli andere: bin halt eifach crass…
Beste Dank (und dasmal ohni Sarkasmus) a min Vater wos mir ermoeglicht haet min Spam-Video weltwiit zverbreite 😉

 
Asicht vom biifahrersitz

Asicht vom biifahrersitz



Geldhahn versiegt…

9 09 2010

La Calera, Cordoba (iiiiimmmerno)

Saletti zaeme. Mein maennlicher Attraktivitaetsstatus hat arg Schiffbruch erlitten, seit mir meine Schweizer- Bank Debitkarte „gmuggt“ worde isch. Bei einem Konzert; dass ich fatalerweise fuer einen gemuetlichen Baile gehalten hatte, ist mir im Handgemenge mein Portemonnaie mittels Fuenffingerrabatt genommen worden. Im ganzen Gestosse und Gerucke; ich war da grad noch andersweitig beschaeftigt #hust#, ists passiert. 
Dann ist der einzige Gringo halt, vorher zum Polizeiposten; was mir vielleicht das Leben gerettet hat. Das Niveau etlicher Zuschauer an DIESEM Konzert ist echt noch niedriger als deren IQ. (also wenn sich selbst de Walder nivea-maessig hoecher istuuft, denn mueses ja echt krass si)
In rund 10minuten(also bis ich weg bin 😉 ), nach dem Gespiele der Vorbands  sind im Publikum 2 Schlaegereien mit mehreren involvierten Leuten vom Zaun gebrochen worden. Ganz zu schweigen vom Ende des Konzerts (wenn Alkoholpegel, Eifersucht, Notgeile, Gruppenzwang usw ihren Hoehepunkt erreicht haben), wenn dann noch der einzige Scheiss-Blonde mit einer huebschen („ihrigen“)Frau; denn isch de Chessel gflickt…naja, und so wichtig ist mir Kampftraining dann auch wieder nicht 😉

Item. Jetzt ist City- Survival angesagt. Ueberleben ohne Papiergeld, bis Nachschub angeliefert wird. Auf Arbeitssuche bin ich schon lange. Das harzt aber noch ziemlich. (Anm.: der Red. „Falls du Zimmerer bisch und jetzt ganz draeckig lachsch, daenn hack ich dich abe!“)
Ich halte mich  mit MOEBELBAU ueber Wasser….grmbl. Hoebele, Schliifele, Puetzle, Grundiere, zweits mal moelele.Das isch mega laessig….Fuer die erst Viertelstund, und denn gurkts tierisch ah. Sehnsuechtig denke ich an richtige Balken, auf die man mit dem Aufrichthammer eis „zwitschere“ cha und guet isch…

Naja, immerhin reichts zum Ueberleben aus; Miguel und Edith (meine Calera- Familie) unterstuetzen mich auch wo sie koennen. Immerhin hab ich jetzt doch noch ein paar Tage Buero (natuerlich Impro-Total) hinter mir. Planung fuer ein Haus aus Holz.

So, wiederemal min Blast dezuegae!

El Gringo



Wurschte….jetzt aber echt!

2 08 2010

Oberá (Provinz Misiones)

Schon fast ein MUSS fuer mich, als Extrem-Wurstomator. Nach dem Genozid der Kaelber ist jetzt das wursten dran; mal nicht das wurschteln 😀

Bei meinem Cousin Enrique (welcher annodazumal seine Stifti in der Schweiz gemacht hat) darf ich mal ran. Fleisch wird zerteilt, nach gewissen Kriterien getrennt; Gewuerze und weitere Zutaten (Paprika, Zwiebeln gekocht oder roh, ) geschnitten.
Und ab in Blitz (so heisst das Teil glaub ich; also eine Art Schuessel, die sich dreht. Die Zugaben werden dann von rotierenden Klingen zerhackt (nach zwei Umdrehungen der Schuessel  ist die Paprika vom Fleisch nicht mehr zu unterscheiden. Das Ganze nennt man dann Braet.)

Das Braet wird alsbald in eine andere Maschine verlegt; Das Braet wird in einem Trichter angesogen und durch ein duennes Rohr (auf welchem Chefwurster Enrique schon denn Darm aufgepflanzt hat) ausgestossen. und in wenigen sekunden wird der Darm gefuellt und es sieht schon zum ersten mal recht wurschtig drein 😀

Je nach Wurst gibt es natuerlich teilweise modifizierte Arbeitsvorgaenge und total verschiedene Ingredienzen. So wird bleistiftsweise eine Cervelat geraeuchert (1-2h; nicht wie eine Raeucherwurst, welche sich viel laenger im Fumoir aufhaelt); eine Bratgnurscht wird nur im Wasser gebadet. (und aendert deswegen die Farbe von Rosa zu Weiss)

Das beste am Ganze ist natuerlich das degwurstieren. Und s‘ Geilste isch echt e Frischgmachti Wurst usem Heisswasserchessel (Isch nueme s’Glich wennsi scho bitzli im Lade glageret haet.). Presswurscht usem Chessel isch echt de ABSOLUTI Porno!!

Wuerscht mit gerauecherten Cervelats

Wuerscht mit gerauecherten Cervelats

Was sich natuerlich ziemlich muehsam zu Buche schlaegt, ist das Waschen, Putzen, Sterilisieren usw der ganzen Maschinen und Einrichtungen. Das wuermi aber tierisch aschisse.
Wenn ich einen Balken zersaegt habe, wird die Maschine eventuell mit Druckluft abgeblasen und denn aber weidli is Firabigbier. Noed da no lang go umemache…

Aber. Super erfahrig gsi.
Also macheds guet! Ihr Wuerschte da draussen 😉

Diego

PS: Ich vermisse eu scho…all die Landjaeger, Copas, Cervelats, Presswuerscht, Lyoner und BW’s….(Die Wurstwaren sind meistens besser bei Enrique als in der Schweiz…dank besserer Rohstoffe und willer halt G`haaschte isch)



Harmlose Tiere abschlachten…

2 08 2010

Obera und los Helechos (Provinz Misiones)

Meinen Selbstversorger- Fantasien komme ich heute wieder mal ein wenig naeher…und zwar mit systematischem Nachhelfen des natuerlichen Todes.
Kaelber werden eingekauft, gewogen und gerade verladen; dann werden die Tiere (7 Stueck an der Zahl) auf das Landgut meiner Gastfamilie verfrachtet.

Beim Eindunkeln (Im Dunkeln haben die Fliegen allem nach kei Bock um ihre Larven zu implantieren) wird losgelegt.
Die armen Viecher, deren Lebenslinie krass auf „Sensenmann treibt sein Unwesen“ steht, werden in einen hoelzernen Gang gefuehrt, abgeschotet und mit einem Genickstich getoetet (im besten Fall, denn das Tier wehrt sich und oft trifft der Schlachter nicht genau…). Danach wird dem nervlich totem Tier mit einem Herzstich den Garaus gemacht…Haette ich das Toeten uebernehmen muessen, haette ich wohl zuerst mit einer Waffe in den Nacken geschossen…aber ich chume ja eh noed drus 😀

Mingija, das „kccch“- Geraeusch, welches die Vereinigung von Messer und Nacken erzeugt hat mir noch am naechsten Tag zugesetzt; als ich im Internetkafi sass und mir meines Nackens nie sicher war….Sticht einer mit dem Messer zu und macht „kcch“. pfui, albtraum 😉

Uf jedefall. Die Leichen werden dann durch eine Luke aus dem Gang befoerdert und an denn Fuessen aufgehaengt. Dann werden die Beinsehnen durchgesaebelt und vom After her der Bauch aufgetrennt. Innereien entfernt und gesauebert. Das Fell abziehen (hat am meisten Spass gemacht) ist meist meine Aufgabe gewesen. Mit meinem selbstgefertigtem Messer (fuer welches ich zuerst! nur Hohn geerntet habe) wird das Leder vom Unterhautfett (glaubi jedefalls ;))  getrennt.
Zu guter letzt wird der Torso am Rueckgrat durchgesaegt. Da mir das am Besten gelingt, wird auch das zu meiner Aufgabe. Isch halt mal Fleisch und Chnoche statt Holz, so what?? 😀

Survival of the fittest...:/

Survival of the fittest...:/

Die Leiber werden aufgehaengt. Andere Aufgaben sind staendiges Waschen (von Blut, Inhalte von den verschiedenen Maegen und Daermen); Hirn mittels Schlauch aus Schaedel pumpen (An einem folgenden Tag gibt es dann Canneloni mit Hirnfuellung mit Sauce (eine davon suess); natuerlich muss ich das unbedingt probieren 😉 schmeckt gut.)

Nach einigen Stunden bringt Marta Sandwich de Lomito (eines der besten Stuecke der eben geschlachteten Tiere). HAMMER!
Irgendwann sind wir dann fertig mit schlachten, schnippeln, waschen usw. Statt der geplanten 3 Tieren haben wir alle 7 umgebracht…MULTIKILL…

Und ja, mir haben die Tiere irgendwie schon leid getan, aber eben…wer Fleisch ist…



Quicky- Asado in Corrientes

2 08 2010

Corrientes Capital (Provinz Corrientes)

Okay, ich bin wieder am Umwelt verpesten. Ich muss ein paar Dinge aus meiner Startprovinz Misiones holen, die ich beim gehen (damals war nicht geplant, dass ich ausschliesslich alleine unterwegs bin) dagelassen habe. Diverse Arbeitsutensilien, die mir jetzt, da ich arbeiten will (Usnahm in Argentinie :D) fehlen.
Mensaje an Rolo; dieser organisiert – als ich ein paar Stunden spaeter durch Resistencia cruise und verzweifelt die Scheiss-Bruecke ueber den Paraná suche (natuerlich weiss ich nur die Himmelsrichtung, alle Strassen die ich abfahre enden in der Sackgasse :s ) und schluuuuuussendlich in Corrientes ankomme, sitzen meine Studi-Freunde easypeasy auf der Strasse. Tisch wird rausgeholt, faule Sprueche en- masse geklopft und Asado mit Maniok und Salat kredenziert. TIIPTOP. Nachher natuerlich noch in Ausgang unter der Woche…Studis halt 😉

Outdoor- Asado mit Studis (natuerlich alkoholfrei)

Outdoor- Asado mit Studis (natuerlich alkoholfrei)



Heimatgefuehle….

17 06 2010

Romang, Pronvinz Santa Fe

Nach Cordoba nomadisiere ich weiter nach Santa Fe (= heiliger Glaube; wie passend zu mir 😮 ).Mir scheint, ich seie am Ende der Welt gelandet…Ich habe ja schon einige Kaeffer in der Pampa gesehen; gottverlassen im Niemandsland. Nicht das Romang dreckig oder heruntergekommen waere…Nichtsdestotrotz funktioniert mein Natel hier nicht mehr und ich bin nun seit gut 3 Wochen hier festgefahren. Nie bin ich irgendwie weggekommen in die naechste grosse Stadt (Reconquista liegt etwa 60km nordwaerts) oder in ein anderes Dorf.
Es scheint fast so, dass man in Romang den Loeffel entgegen aber auch wieder abgibt.
Und das obwohl Romang so viele ausgewanderte Schweizer beherbergt wie sonst nirgends. Die Schweizer Kolonie wurde vor gut 100 Jahren gegruendet von einem eingewanderten Schweizer (nääää, isch ja logisch oder?). Man geht stark davon aus, dass der Gruender auf der Ueberfahrt hierher einen Mann mit dem Nachnamen „Romang“ (wahrschinlich en Russ (fuer Ziviliste und Zivildienstler: en Welsche)) abgemurktst und stinkfrech dessen Identitaet angenommen hat. Lässigi Wildweststory oder? 😉
Romang hat mit seinen 9000 Einwohner (fuer argentinische Verhaeltnisse unbedeutend) wenig zu bieten; mal abgesehen vom Paraná und dessen tausende von Inseln, Suempfe, Fische, Krebse, Wasservoegel usw. Bei Gelegenheit muss ich unbedingt mal mit dem Kanu los…Nachtleben läuft nicht viel, als Gringo falle ich hier auch nicht mehr soo auf. Auch das WM-Fieber scheint hier die meisten kalt zu lassen…aergerlich…

Die Leute hier sind anders als in Cordoba. Man merkt den europäischen Einfluss. Die Leute sind distanzierten, weniger humorvoll, saufen moeglicherweise weniger, und betonieren nicht alle Lebensmittel mit Zucker zu =)
Auch die Frauen sind weniger schoen hier, auch wenn das vllt Geschmackssache sein mag.

Und jetzt die berechtigte Preisfrage: „Was zum Geier verschlaegt dich dann hierher?“
Tja….Arbeit („Was Arbet?….“ – Jetzt spinnter aber endgueltig)

Und das isch soooooooooooo geil! Richtig waehrschafte Bauten, nach alter schweizer Zimmererskunst (also noed de scheiss Blechli-Verbinder Schrott). Und das bei einem richtig gemuetlichen Arbeitsklima. Fuer noed Baufachidiote: In der Schweiz gibt es durchaus noch Konstruktionen nach alter Bauweise (das heisst mit traditionellen Holzverbindungen), jedoch haben diese leider allzuoft einer modernen Bauweise Platz machen muessen. Die Gruende dafuer liegen einzig und allein in „Geiz ist Geil“. (und das outet sich denn ebe mit so Kackblech wo Hoelzer verbindet, will eine wo die nach alter Art usschafft eifach viel laenger haet und somit tuerer isch).
Neubauten, die ich hier erledige, wuerden in der Schweiz von grossen, spezialisierten Baufirmen erledigt (natuerlich auch nach the billiger the better^^), die kleine Firma hat da keine Chance und muss auf weniger laessige Arbeiten wie Innenausbau und Umbau ausweichen (was einfach nicht den gleichen Spassfaktor hat).
Dazu kommt, das man hier einfach noch Zeit hat (keine andauernde Zitate wie „Jetzt, sinder gopfertammi immer nonig fertig!“ – „Chum mach vorwaerts, Stift!!“ – „Ihr sind scho huere Vollidiote!“ – „Du bisch e Belastig fuer eusi Firma!“ -„Hey, das rentiert scho lang nueme!“ – „Ich schlahn eu z’tot!“ . Spruecherepertoire von Chefs wie Herr S aus W; Leider isch das relativ verbreitet. A dere Stell mal e dicks Lob a mini „Zweitfirma“ Arbos us Dinhard, wo ganz und gar noed so igstellt isch).
In einer légèren, kollegialen Umgebung kann ich hier Abbinden (=Hoelzer usschaffe), Aufrichten (=Montieren) und mit meinem Einsatz auch ein wenig in die Planung und Gestaltung eingreifen. DAS ISCH EIFACH GEIL!
Nun wie komme ich dazu? Mein Freund Gastón (den ich ufem „Abeweg“ id Pampa kennengelernt habe), Argentinier mit Schweizer Vergangenheit ist extra fuer die Ausbildung in die Schweiz zurueckgekehrt und hat dort die Zimmermannsausbildung genossen. Er ist einer dieser beneidenswerten *hust* Individuuen die das Privileg *kraechz* hatten in Romang aufzuwachsen. Vor ein paar Jahren ist er mit seiner Familie (seine Frau Silvia ist aus Kloten 😀 ) hierher zurueckgekehrt und hat nach Schweizer Vorbild angefangen zu zimmern. Besonders toll fuer mich ist, dass wir vom gleichen reden (Teilweise herrschen auf dem „argentinischen“ Bau hartnaeckige Mythen, manchmal wenn ich mit argentinischen Zimmerern rede schauen sie mich nur fragend an…) und von der Ausbildung her auch sehr aehnlich arbeiten.

Gastón: Hat Doppelmeter (Hultafors: Schwedische Topqualitaet) und Bleistift immer auf Mann, misst 1 mal und arbeitet aus.

Argentinischer Zimmermann: Will schnell etwas messen, sucht das Massband (natuerlich „Made in China“), sieht es auf der Mauerkrone liegen und schickt den Stift es zu holen, der dann rueberbalanciert. Man misst lieber 3 mal, weil man sicher sein moechte und laessts dann doch laenger/ abschneiden kann mans ja immer noch. (Anm. der Red.: „Aua!“)

Gastón: Arbeitet nur mit guten bis Topmaschinen.Die Qualitaet seiner Arbeit laesst nichts zu wuenschen uebrig.

AZ: Arbeitet mit Billigteilern. Die Bohrmaschine kackt nach 2 Loechern ab, er darf sie dann auseinandernehmen und nachschauen warum sie nicht mehr funktioniert. Findet das Leck und erinnert sich, dass er eine alte Bohrmaschine (die nicht mehr funzt) hat, demontiert das Teil und setzt es ein. Die Bohrmaschine tut nun (kei Ahnig wie lang) wieder.
Fairerweise muss man sagen, dass der A ein absolutes Ass in Improvisation ist, und auch Kenntnisse in fachfremder Kunde hat. Sachen die nicht so sind, wie sie sein sollten, werfen in nicht so leicht aus der Bahn.
Arbeitsfazit: Impro- Qualitaet. Benoetigt fuer 2 Loecher einen Vormittag (inkl. Einfuehrung in Elektrotechnik 😉 )

ein sogenannter liegender Binder mit laestiger Temporärlast

ein sogenannter liegender Binder mit bauriger Temporärlast

Die Pfosten unserer Konstruktionen sind aus Quebracho colorado, ein Holz das sehr resistent und sackschwer ist. Gemaess Internet wiegt ein Kubikmeter dieses Holzes zwischen 1200 und
1500kg; das heisst zwischen 3x und 4x so schwer wie Fichte (welches bei uns DAS Konstruktionsholz ist). Ein Rundholzpfosten Quebracho wiegt gegen 100kg. Wir hatten somit sehr viel Spass beim Aufrichten und Schiften 😉 . Unterbrochen wird die erfuellende Arbeit, mit Matepausen, der hier nature (also bitter) im Gegensatz zum (ueber)suessen Cordoba- Mate getrunken wird.

Wohnen tue ich bei Gastóns Familie. In Romang esse ich das beste Brot argentinien-weit. Silvia, mit der ich meistens Schwizerduetsch rede, steht jeweils um 5 Uhr auf um Brot in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu backen. Leider verkauft sie das meisste :D. Schon komisch; wir beide lachen, weil wir viele Worte in Spanisch wissen, deren Uebersetzung auf Deutsch aber schon vergessen haben. Die beiden Soehne der Famile (8 und 10 Jahre), die voller Energie und nicht immer einfach auszuhalten sind, komplettieren die Crew. Manchmal trainiere ich mit dem Juengeren das Einmaleins und die Uhrzeit. (Auf sehr aehnliche Art und Weise wie meine Eltern mir dies beigebracht haben)

Wenn ich dann in einem Haushalt in Romang einen Brief mit dem „Schweizer Eidgenossenschaft“ inklusive rotem Kreuzlein sehe; kommen bei mir definitiv ein Heimatsgefuehle auf.
Desweiteren hat die Schweiz ja heute gespielt. Somit haben wir nur bis um 1100 gearbeitet und sind dann zur Mutter Gastóns (die Gastonsche Familie besitzt keinen Fernseher, was ich ausserhalb der WM zu schaetzen wissen wuerde….hmpf). Alleine (min Compañero muss noch an eine Beerdigung) sitze ich vor dem Fernseher, denke an die Schweiz und sehe meinen Vater leibhaft vor mir, wie er selber vor dem Fernseher sitzt und Schweizer Paesse und Schiri- Fehlentscheidungen kommentiert. Tausende von Kilometern entfernt verfolge ich gebannt das gleiche Spiel; allein, ohne äusserliche WM- Stimmung. Nicht das, was ich mir von einem Fussball-Geilen Land wie Argentinien vorgestellt haette….Romang halt…Ich bange mit diesen Pfeifen im Mittelfeld die zeitweise mehr zusammenwurschteln als ich bei meiner Physik-Matur. Wenn DAS nur gut geht! „Hey Jungs relaxed chli“ denke ich verzweifelt.

Nach dem Zmittagessen und der Pause dann die Überraschung. Pfanne fuerd Schwiiiz! Und der Embole (Bola = Ball oder Hoden => Aergernis). Das Bild oder der Satellitenempfang faengt an zu stocken, ich sehe nur noch Standbilder, dann wieder ein wenig Bewegung und Standbild….die Kommentatoren (die eher Spanierloyal schnorren) hoere ich, das Bild bleibt. Manchmal bis zu 4 Minuten. Ja Bravo…Romang die High-Tech Metropole. Wieder Standbild…. Hoere wie die Spanier angreifen… Die beiden Zappelphilipe (welche inzwischen auch zur Grosi gekommen sind), die andauernd rumtollen, schaukeln und rumschreien bremsen meine Nervositaet auch nicht wirklich. Zuletzt ist es dann ausgestanden, von manchen Leuten erhalte ich Gratulationen zum Sieg.

So. Das ischs wieder vo mir!
Zrugg zum Beat Hüppi (Oh ich vermisse die Moderatore so….die vo da quatsched die ganz Zit nur Schrott, nachem Schwizerspiel redets ueber Nigeria- Argentinie, kei Wiederholige usw…man glaubt es kaum.)
Ciao mia Patria 😉

Diego
(und nei, ich bi weg dem no lang kein Patriot worde)



Gringos Abschiedsfest

7 06 2010

ciao Calera

Gut 3 Monate hast du mich gefesselt, jetzt ist es leider an der Zeit, eine weitere Seite umzublaettern (mein Gott, ich mach glaub e Zweitkarriere im Bestatigsinstitut 😀 ). Schwersten Herzens hinterlasse ich viele gute Leute, darunter meine Gastgeber, eine bemutternde Edith und einen Gluehwein-Begeisterten Miguel (gemaess ihm auch als „Gliuehwi“ ausgesprochen- also „ue“ nicht als „ü“).

AAAAAber, das ganze findet natuerlich nicht ohne Abschiedsparty statt. Gesagt getan, fuer den Sonntag legen wir uns nochmals kraeftig ins Zeug (vor allem die gute Edith uebertrifft sich mit Salate machen, Desserts organisieren, Tisch decken, das neue Haus entruempeln, wischen, Feucht aufnehmen….und de ganz Scheiss denn nachher…) und bereiten nochmals tuechtig Gluehwein vor (wir erinnern uns, es ist kaaaalt…), ich kaufe fuer tuechtige Drinks ein. Am Samstag abend bin ich so gschlisse, dass es fuer einen selbergemachten Dessert nicht mehr reicht…egal.

Am Sonntag mittag rollt das Ganze dann an…: Mit gut 20 Leuten ist das Ganze nicht zu uebersehen; extra fuer mich 😀

Des Argentiniers Lust

Des Argentiniers Lust

Unmengen von Fleisch draengt darauf gegessen zu werden (darunter auch Blutwurst (aber Kalt; ist mit Brot echt DER Knueller), Matambre, Grillwuerste, Poulet, Asado, Pollo al Disco (Huehnchen im Eintopf mit Bier, Zwiebeln, Tomaten, Karotten)). Viel Salat usw; das ganze Fest natuerlich Alkoholfrei ;)…

Drinks und Gluehwein werf ich ein
Rotwein und Bier steht auch Spalier

Die Tafelrunde...

Die Tafelrunde...

Kaum ist der Magen voll, werden Stuehle und Tische auf die Seite geschoben und das Tanzbein muss geschwungen werden. Nach einigem Draengen und speziell fuer mich, tanzt Cristian mit seiner Frau (der Tochter Miguels) Folklore. Cristian ist frueher in einigen Provinzen als Chacarera-Taenzer aufgetreten (musste seiner Frau wegen aber aufhoeren, Wink von Suedamerikanischer Eiversucht und Misstrauen).
Chacarera, im Paar getanzt, besteht aus einem Teil Schnippen oder Klatschen (und sich gleichzeitiges im Kreis drehen; biiitzli vereifacht gseit), gefolgt von einem Zapateo (Stepptanz) des Mannes und Rockschwingen der Frau.

Nach der Einleitung der beiden, hat irgendwie niemand die Eier um Folklore zu tanzen. (CH- Ausreden wie :“ ich cha das noed Tanze“ sind zu hoeren).  Alle Drucksen rum, einer ruft „Diego, Diego“. Einige stimmen ein „Vamos Diego!“
Öööö, ich sitze bei meinem Drink…“Ja, guet“. Gringo prepare for battle!
Ich schnappe mir eine junge Dame und bitte sie auf die Tanzflaeche. Natuerlich habe ich soviel Ahnung wie im Franz- Unterricht nach x-tem Mal Ufzgi noed mache, egal. Mitmache isch wichtig!
Und ab geht die Musik. Cristian gibt laufend Anweisungen und ich drehe mich irgendwie im Kreis und schnipple mit den Fingern im Takt. Als dann der Zapateo- Stepp- Part kommt, schreit Cristian :“Cualquier cosa!“ (=Irgendoeppis) und tanze ich nach Art der russischen Wodkasauefer und Polka, was mir halt grad in den Sinn kommt (paar kaenned ja mini Battle-faehigkeite). Das Gelaechter im Saal bestaetigt mir, dass ich alles richtig gemacht habe =)

Schlussfigur; gseht eher elegant us => noed uebertraegbar ufs Vorhergehende

Schlussfigur; gseht eher elegant us => noed uebertraegbar ufs Vorhergehende

Nach der Show, wird dann doch noch richtig getanzt, vor allem Cuarteto (Paartanz vo Cordoba) und ein bisschen Cumbia und Salsa. Spaeter wird dann noch die Gitarre hervorgeholt und ich muss im angetrunkenen Zustand mein eingeuebtes Folklore Lied vorspielen; leider ist das Fingerspitzengefuehl dahin, das macht aber anscheinend gar nichts…Da Isma und Miguel beide „Hotel California“ begleiten, aber nicht singen koennen, bin ich nochmals dran. Danach gibts Gaucho-Lieder zu hoeren, bis sich irgendwann dann viele Verabschieden, weil sie noch arbeiten muessen.

und ringelreihe...

und ringelreihe...

Das war wirklich ein Super-Fest. Der Abschied von den Leuten hat mir echt weh-getan…Das naechste Ziel heisst Romang, Santa Fe (also gut 500km ostnordost) aus Arbeitsgruenden :D.

Me gseht sich

Diego